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Höhenfeuerwerke

Letzte Änderung, 2. April 2015  • Inhaber: Dipl.-Ing. (FH) S. Goder

 

Unter Höhenfeuerwerke versteht man das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in großen Höhen - üblicherweise zwischen 80 und 350 m.
Die gewünschten Licht- und Geräuscheffekte sind bei Höhenfeuerweken über große Entfernungen wahrzunehmen. Die Effektkörper können dabei entweder aus Vorrichtungen (z. B. GFK-Mörser, Bombettenrohre, etc.) abgeschossen werden oder der Aufstieg des pyrotechnischen Gegenstandes erfolgt mittels Eigenantrieb. Bei Hochfeuerwerken - die Königsklasse in der Feuerwerkerei - werden die Effekte überwiegend mit Ausstoßladungen aus Rohren getrieben. Klassische Vertreter in dieser Klasse sind Kugelbomben (KB), Zylinderbomben (ZB) und Bombetten. Aber auch die sog. Cakeboxen (CB) (= Feuerwerksverbundbatterien) halten in der modernen Feuerwerkskunst durch ihre einfache und sichere Handhabung, kurze Aufbauzeit und Vielfältigkeit der einzelnen Effekte mehr und mehr Einzug. Bei den Feuerwerkskörpern mit Eigenantrieb gehören die Raketen zu den bekanntesten pyrotechnischen Gegenständen. Die Effektladungen von Großfeuerwerksraketen der Kategorie F3 sind üblicherweise kleiner als bei KB mit Kaliber 4". Durch die verhältnismäßig geringe Masse und lange Flugzeit sind Raketen stark windempfindlich und können leicht von ihrer Flugbahn abgelenkt werden. Beim Einsatz von Feuerwerksraketen müssen grundsätzlich Sicherheitsabstände von 200 m  zum Publikum eingehalten werden, da herabfallende Teile (z. B. Leitstäbe) gefährlich sein können.

 
Anlässe Sicherheitsabstände Dauer Preise Vorlaufzeit
Volksfeste, Jubiläen, Nationalfeiertage, Großveranstaltungen (Sport, Open Air), uvm. Aufbau
mind. 4 m x 8 m
(= Absperrung der Aufbauten)
Zwischen 6 Min. und 20 Min. Je nach Effektauswahl und -intensität 250 EUR/Minute und 750 EUR/Minute Die Vorbereitungszeit inkl. Anzeige beträgt mind. 2 Wochen
Abbrand
30 m ... 280 m
(abhängig von Kaliber und Steighöhe)

 

Das "Finale" eines Feuerwerks wird immer durch ein Höhenfeuerwerk gekrönt - sofern es die Sicherheitsabstände zulassen. Üblicherweise besteht das Finale aus 40 bis 60 Kugelbomben 3" oder 10 bis 20 Bomben 6" in 30 Sekunden. Raketen werden seltener verwendet. Außer Bomben werden auch Kometen, die aus Römischen Lichtern oder Bombettenkästen geschossen werden, sowie Feuertöpfe verwendet. (HUMMIG EFFECTS, 2. Auflage, 2009: Lehrbuch zum staatlich anerkannten Großfeuerwerkerlehrgang, S. 404) 

Sicherheit und Naturschutz stehen bei uns an erster Stelle. So werden von uns nur pyrotechnische Gegenstände ohne sog. Blitzknallsatz (= pyrotechnischer Satz aus Kaliumperchlorat und feinem Al-Pulver) verwendet. Alle von uns verwendeten pyrotechnischen Artikel der Kategorie F4 (= Großfeuerwerk) sind QS-geprüft. Die pyrotechnischen Gegenstände aus der Kategorie F3 (= Mittelfeuerwerk) sind BAM-zugelassen.